Isolde Saalmann und Klaus-Peter Bachmann MdL 19.09.2007
Pressemitteilung
Weltkindertag:
SPD will Kinderarmut bekämpfen
Anlässlich des heutigen (Donnerstag)
Weltkindertages weist die SPD-Landtagsfraktion auf die erschreckend hohe
Kinderarmut im Land hin. „Allein in Niedersachsen leben über 130.000 Kinder und
Jugendliche unter 18 Jahren in Armut“, sagten die Braunschweiger
Landtagsabgeordneten Isolde Saalmann und Klaus-Peter Bachmann. „Es ist dringend
geboten, dass sich die Landespolitik ernsthaft mit diesem Thema auseinandersetzt.“
Die SPD hat im Landtag jetzt einen
Antrag eingebracht, um Schulkinder aus einkommensschwachen Familien zu
unterstützen. „Wir wollen einen Sozialfonds dafür einrichten“, so
Isolde Saalmann. „Aus dem Fonds sollen
Schulen unbürokratisch Finanzmittel für Arbeitshefte, Schulmaterialien und die
Teilnahme am Schulessen abrufen können bis entsprechende Bundesregelungen
angepasst werden. Außerdem fordern wir, die Voraussetzungen dafür zu schaffen,
dass die Kosten für die Schülerbeförderung auch über die Sekundarstufe I hinaus
übernommen werden können. Wir hoffen, dass CDU und FDP über ihren
parteipolitischen Schatten springen und diesem Antrag zustimmen werden.“ In
diesem Zusammenhang kritisierte Saalmann,
dass die Regierung Wulff die Bildungschancen vieler Kinder durch das Streichen
der Lernmittelfreiheit und der Hausaufgabenhilfe nicht gerade verbessert habe.
Ein weiteres Anliegen der SPD in
Niedersachsen ist die Erhöhung des Hartz-IV-Regelsatzes für Kinder. „Experten
empfehlen eine Anhebung auf 300 Euro monatlich“, ergänzt Klaus-Peter Bachmann.
„Hier muss dringend nachjustiert werden. Wir dürfen nicht zulassen, dass
während des momentanen Aufschwunges Kinder von Hartz-IV-Empfängern
zurückgelassen werden. Allein die Erstausstattung eines Kindes, das in die
Grundschule kommt, liegt nach Expertenmeinung bei rund 160 bis 250 Euro. Da ist
der derzeitige Satz von 207 Euro monatlich eindeutig zu niedrig.“ Bachmann fordert
von der Bundesregierung, aufs Tempo zu drücken und die entsprechenden Gesetze
nachzubessern.
Gez. Isolde Saalmann MdL
Klaus-Peter Bachmann MdL