Isolde Saalmann MdL und Klaus-Peter Bachmann MdL
Pressemitteilung
01.02.2007
SPD will Kinderrechte in der Landesverfassung verankert wissen
Landtagsabgeordnete Isolde Saalmann und Klaus-Peter Bachmann:
„Kindeswohl vor Elternwille“
Die SPD-Landtagsfraktion macht sich für
mehr Rechte von Kindern stark. Einen entsprechenden Gesetzentwurf hat die
Fraktion jetzt im Landtag eingebracht. „Es muss festgeschrieben sein, dass
Kinder ein Recht darauf haben, vom Staat geschützt und gefördert zu werden“,
sagten die Braunschweiger SPD-Landtagsabgeordneten Isolde Saalmann und Klaus-Peter Bachmann: „Wir
wollen erreichen, dass Kinderrechte in der niedersächsischen Verfassung
verankert werden.“
Die
schrecklichen Fälle von Kindesmisshandlung und -verwahrlosung belegen, dass „Kindeswohl
vor Elternwille“ gehen muss. „Das Verhältnis von Kinder- und Elternrechten muss
neu geordnet werden“, so Isolde Saalmann. Zurzeit besagt die Verfassung
lediglich, dass Kinder nur das erwarten könnten, was ihre Eltern zu leisten in
der Lage und bereit seien. „Das ist leider nicht immer ausreichend“, ergänzt
Klaus-Peter Bachmann. „Manche Eltern schaden ihren Kindern massiv aus
Überforderung oder Desinteresse. Dabei sind frühkindliche und vorschulische
Förderung, Erziehung und Betreuung die zentralen Bausteine fortschrittlicher
Kinderpolitik.“
Mittlerweile
sind in elf der 16 Bundesländer Kinderrechte in den Landesverfassungen verankert.
„Niedersachsen ist unter der Wulff-Regierung leider mal wieder spät dran“, so Saalmann
und Bachmann übereinstimmend. Auch die UN-Kinderrechtskonvention und die
EU-Grundrechtscharta definieren eigene Kinderrechte.
gez. Isolde Saalmann
Klaus-Peter Bachmann