SPD-Abgeordneter Klaus-Peter Bachmann:
3.11.2008
Landesregierung gefährdet Kulturprojekte
In der Stadt Braunschweig sind durch
die Pläne der Landesregierung zahlreiche Kulturprojekte gefährdet. Das befürchtet
der SPD-Landtagsabgeordnete Klaus-Peter
Bachmann. „Wenn Ministerpräsident Wulff tatsächlich der Lottostiftung die
Zuständigkeit für die Kulturförderung entzieht, wird das sicher negative
Auswirkungen auf viele Theaterprojekte in unserer Stadt, den Kunstverein,
Veranstaltungen des Fachbereichs Kultur der Stadt, das Figurentheater
Fadenschein und z.B. das Museum für Photografie haben, die in den letzten
Jahren von der Stiftung gefördert
wurden. Die Landesregierung will offenbar heimlich, still und leise die
Zuständigkeiten von Kulturstiftungen neu ordnen und dabei das Parlament vor
vollendete Tatsachsen stellen.“
Hintergrund sind Pläne in der Staatskanzlei, nach
denen der Lottostiftung die Zuständigkeit für Kulturförderung entzogen wird und
an die Stiftung Niedersachsen übertragen werden soll. „Die bislang äußerst
erfolgreiche Kulturförderung der Lottostiftung ohne Abstimmung mit dem Landtag
platt zu machen wäre ein fatales Signal“, so Klaus-Peter Bachmann. „Wir wollen
jetzt im Landtag umgehend vom zuständigen Minister Stratmann informiert werden.
Allerdings ist fraglich, ob Herr Stratmann in diese scheinbar in der
Staatskanzlei gereiften Pläne überhaupt eingeweiht ist.“
Gleichzeitig verdeutlicht diese Entwicklung nach
Ansicht von Klaus-Peter Bachmann wie wichtig
eine schnellstmögliche Debatte zu grundsätzlichen Aspekten der Kulturpolitik
mit allen Beteiligten ist: „Nachdem eine
fraktionsübergreifende Anhörung zum Thema Museumsentwicklungsplanung und
Kulturförderung am Widerstand von CDU und FDP gescheitert ist, werden wir eine
entsprechende Anhörung ohne die Regierungsfraktionen durchführen und treffen
derzeit entsprechende organisatorische Vorbereitungen. Es ist peinlich genug,
dass Niedersachsen bei den Ausgaben für Kultur im Bundesvergleich den viertletzten
Platz belegt.“