Klaus-Peter
Bachmann MdL: Landesregierung will Gesamtschulen verhindern
Das am 1. Juli von CDU und FDP
beschlossene Schulgesetz erweist sich nach Ansicht des Braunschweiger
SPD-Landtagsabgeordneten Klaus-Peter Bachmann als
Gesamtschulverhinderungsgesetz. „Den kommunalen Schulträgern soll es schwer
gemacht werden, in ihrem Zuständigkeitsbereich Gesamtschulen zu errichten“, so
Bachmann. „Vor der Wahl hat der Ministerpräsident mit seinem Versprechen,
Gesamtschulen zu ermöglichen, die Eltern ruhig gestellt. Die Praxis vor Ort
sieht jedoch anders aus.“
Klaus-Peter Bachmann:
„Bei
uns in Braunschweig wird es zwar mit
großer Wahrscheinlichkeit eine weitere Gesamtschule geben, aber nur unter
großen Anstrengungen vor Ort und damit nicht wegen, sondern trotz des
neuen Schulgesetzes. In vielen anderen Städten und Landkreisen sind die Hürden
der Landesregierung für Gesamtschulen zu hoch. Tausende Eltern und Kinder
werden von der Regierung Wulff im Regen stehen gelassen.“
Klaus-Peter Bachmann kündigte an, den
über 70 Gesamtschulinitiativen in Niedersachsen weiterhin den Rücken zu
stärken. „Eltern müssen das Recht auf freie Wahl der Schulform haben. Dazu ist
es notwendig, die Errichtung von Gesamtschulen ohne Wenn und Aber zu
ermöglichen. Dafür wird sich die SPD weiterhin einsetzen. Ich bin mir sicher,
dass das Schulgesetz schon sehr bald nachgebessert werden muss.“
Die SPD-Landtagsfraktion hat für die
Schulträger und Gesamtschulinitiativen einen „Leitfaden“ herausgegeben, wie sie
mit den Bestimmungen des neuen Gesetzes umgehen können und sollten (Anlage).
gez. Klaus-Peter Bachmann MdL., 4.7.08