Pressemitteilung
14.11.2008
Krippenausbau:
SPD-Landtagsabgeordneter Klaus-Peter
Bachmann befürchtet Lücke von 150 Millionen Euro – Unterstützung für die
Vorschläge der SPD-Ratsfraktion Braunschweig zur Verbesserung der Situation in
den Kindertagesstätten
Der
SPD-Landtagsabgeordnete Klaus-Peter Bachmann (Braunschweig) sorgt sich um die
Qualität in den Kindertagesstätten: „Leider haben CDU und FDP im Landtag jetzt
einen SPD-Gesetzentwurf für mehr Kita-Qualität abgelehnt und sich gleichzeitig
geweigert, eine Anhörung mit Betroffenen und Experten zur Verbesserung der
Kita-Qualität durchzuführen. Wer nicht einmal bereit ist über
Qualitätsverbesserung in Kitas zu diskutieren, zeigt unverhohlen seine Geringschätzung
für dieses wichtige Thema. Gerade das Thema frühkindliche Bildung ist für
derartige politische Spielchen denkbar ungeeignet.“
Auch beim
Ausbau der Krippenplätze wirft Klaus-Peter Bachmann der Landesregierung mangelnde
Unterstützung vor: „Es zeichnet sich bereits heute ab, dass es bei den
Investitionen eine Lücke von 150 Millionen Euro geben wird. Der Druck vor Ort
und die Erwartungshaltung der Eltern sind groß. Vielerorts wird es nicht
reichen, Krippenplätze nur für 35 Prozent der unter Dreijährigen zu schaffen.
Auch bei den Betriebskosten für die Krippen kann man nicht von einer ausreichenden
Finanzierung durch das Land reden.“
Die
SPD-Fraktion hat sich in einem Gesetzentwurf dafür ausgesprochen, die Qualität
in den Tageseinrichtungen zu verbessern. Unter anderem soll in Krippengruppen
für unter Dreijährige eine Erzieherin nur noch für fünf Kinder zuständig sein.
Die Gruppengrößen bei den Drei- bis Sechsjährigen sollen von 25 auf 20 Kinder
verringert werden.
Diese
Initiative der SPD auf Landesebene unterstützt auch entsprechende Aktivitäten
und Vorschläge der SPD-Ratsfraktion Braunschweig, die deren sozialpolitische
Sprecherin Gabriele Hübner ebenfalls vor kurzem der Öffentlichkeit vorgestellt
hat.
„Der Ausbau der Betreuungsangebote darf nicht
nur unter rein quantitativen Gesichtspunkten vorangetrieben werden, sondern
muss auch die qualitativen Aspekte der Kleinkindpädagogik ausreichend
berücksichtigen“, so Klaus-Peter Bachmann. „Nur in einem qualitativ
hochwertigen Platzangebot ist die gewünschte Entwicklungs- und
Bildungsförderung von Kindern möglich. Der
von uns vorlegte Gesetzentwurf wäre ein erster Schritt für eine längst
überfällige Verbesserung der pädagogisch notwendigen Mindeststandards in
Tageseinrichtungen für Kinder in Niedersachen.“
gez. Klaus-Peter Bachmann MdL