SPD-MdL Klaus-Peter Bachmann:
10.10.08
Landesregierung untätig beim Hochwasserschutz
im Binnenland
Eigene
Info-Veranstaltung am 28. Oktober on Braunschweig
Die
SPD-Fraktion fordert von der Landesregierung endlich Konsequenzen aus der
Hochwasserkatastrophe im Herbst 2007. „Wir benötigen dringend ein Gesamtkonzept
zum Hochwasserschutz im Binnenland“, sagte der
Braunschweiger Landtagsabgeordnete Klaus-Peter Bachmann. „Die
Landesregierung muss sich sputen, wenn sie die bundesgesetzlichen Fristen zum
Hochwasserschutz im Binnenland bis 2009 einhalten
will. Bisher jedenfalls fehlen größtenteils sogar die Grundlagendaten, um
wirksamen Hochwasserschutz vor Ort überhaupt planen zu können.“ Der zuständige
Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLKWN) muss diese
Grundlagendaten bereitstellen, damit die nachgeordneten Behörden auf dieser
Basis flussgebietsbezogene Planungen zum Hochwasserschutz erarbeiten können.
Bis
heute lässt die Landesregierung laut Bachmann sämtliche Konsequenzen aus dem
Hochwasser im Herbst 2007 vermissen. „Die Schäden waren schwerwiegend, die
niedersächsischen Kommunen sind finanziell überfordert, Vorsorge oder
Sofortmaßnahmen zu leisten. Die Landesregierung darf die Kommunen zukünftig
nicht mehr allein im Regen stehenlassen, Umweltminister Sander sollte die
Probleme nicht länger halbherzig anpacken.“
Klaus-Peter
Bachmann forderte von Minister Sander beim Hochwasserschutz mehr als nur warme
Worte: „Auf seiner Sommerreise räumte der Minister überall dem Hochwasserschutz
im Binnenland höchste Priorität ein, gleichzeitig ist im Haushalt 2009 davon
nichts zu merken. Beim nächsten Hochwasser schiebt der Minister die
Verantwortung dann wieder den Kommunen zu – dieses Verhalten ist unredlich.“
In
der jüngsten Landtagssitzung hat die SPD-Fraktion in einem Entschließungsantrag
die Landesregierung aufgefordert, ein umfassendes integratives
Hochwasserschutzkonzept und ein Sofortmaßnahmenprogramm für Niedersachsen
aufzulegen und das Finanzvolumen entsprechend anzupassen.
Hintergrund:
Der Bund hatte auf die Hochwasserereignisse im August 2002 an der Elbe reagiert
und im Mai 2005 das Gesetz zur Verbesserung des vorbeugenden Hochwasserschutzes
verabschiedet. Dieses Gesetz stellt die fortgeschriebenen Grundsätze des
Hochwasserschutzes sowie die Ziele und Inhalte der Hochwasserschutzpläne
konkret dar. Der vorgegebene Zeitplan sieht vor, dass flussgebietsbezogene
Hochwasserschutzpläne durch den NLWKN bis zum 10. Mai 2009 aufzustellen sind.
Die Festsetzung von Überschwemmungsgebieten hat bis 10. Mai 2012 zu erfolgen,
wenn ein hohes Schadenspotenzial bei Überschwemmungen besteht. Falls
Siedlungsgebiete betroffen sind müssen die entsprechenden Pläne bis zum 10. Mai
2010 erstellt werden.
Für Dienstag, den 28.
Oktober 2008 um 18.00 Uhr hat Klaus-Peter Bachmann alle Interessierten zu einer
Informationsveranstaltung in den Volksfreundsaal in der Schloßstr. 8
eingeladen. Gemeinsam mit seinem Kollegen Marcus Bosse MdL, Mitglied des
Umweltausschusses des Landtages und Koordinator der SPD-Landtagsabgeordneten in
Sachen Hochwasserschutz am Okerlauf, will Bachmann die
Möglichkeiten des
Handels in der Stadt Braunschweig erörtern.