Klaus-Peter Bachmann MdL

 

 

Pressemitteilung

 

zum Weltbildungstag am 8. September 2008

 

 

Auch in Niedersachsen kein freier Zugang zur gewünschten Bildung

 

Anlässlich des Weltbildungstages verweist die SPD Niedersachsen auf den besonderen Umstand, dass in keinem Land der Welt der Bildungserfolg so stark abhängig vom sozialen Status der Eltern ist wie in Deutschland.

In Niedersachsen kommt hinzu, dass mit dem am 1. Juli von CDU und FDP beschlossenen Schulgesetz auch zukünftig die vermehrten Wünsche von Schülern und Eltern auf ungehinderten Zugang zu einer Gesamtschule nicht werden realisieren lassen.

Die Bildungsexpertin Frauke Heiligenstadt, Mitglied des Landesvorstandes der SPD Niedersachsen: „Den kommunalen Schulträgern ist es besonders schwer gemacht worden, in ihrem Zuständigkeitsbereich Gesamtschulen zu errichten“.

Es gibt auch in diesem Jahr tausende von Kindern, die nicht an der gewünschten Schulform unterrichtet werden können, weil in Niedersachse starr am gegliederten Schulsystem festgehalten wird, obwohl die Mehrheit der Befragten eine möglichst langsame gemeinsame Schulzeit für ihre Kinder wünschen, so jedenfalls in der neuesten Umfrage im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung.

Die Forderung der SPD nach mehr Gesamtschulen trifft danach offensichtlich den Nerv der meisten Eltern. Laut einer bundesweiten Emnid-Umfrage im Auftrag der Bertelsmann- Stiftung meinen die Mehrheit der Befragten und fast 60 Prozent der Eltern, dass alle Kinder eher faire Chancen hätten, wenn sie möglichst lange gemeinsam unterrichtet werden. „Die Studie belegt eindeutig, dass wir das gegliederte Schulsystem reformieren sowie den raschen Ausbau der Ganztagsschulen und eine bessere Integration von Kindern mit Migrationshintergrund in Angriff nehmen müssen“, sagte der migrationspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Klaus-Peter Bachmann.

 

Die SPD Niedersachsen wird den über 70 Gesamtschulinitiativen in Niedersachsen weiterhin den Rücken zu stärken. „Eltern müssen das Recht auf freie Wahl der Schulform haben. Dazu ist es notwendig, die Errichtung von Gesamtschulen ohne Wenn und Aber zu ermöglichen. Dafür wird sich die SPD weiterhin einsetzen.

 

„Bei uns in Braunschweig wird es zwar eine weitere Gesamtschule geben, aber nur unter großen Anstrengungen vor Ort und damit nicht wegen, sondern trotz des neuen Schulgesetzes. In vielen anderen Regionen unseres Landes sind die Hürden der Landesregierung für Gesamtschulen zu hoch. Tausende Eltern und Kinder werden von der Regierung Wulff im Regen stehen gelassen“, so Klaus-Peter Bachmann abschließend.